Konfiguration

Die Konfiguration des WWAN-Bridge-Modus finden Sie in LANconfig unter Schnittstellen > WAN > Mobilfunk-Einstellungen > WWAN-Betriebsart.









Modus
Definiert die Betriebsart der internen Mobilfunkschnittstelle im Gerät. Mögliche Werte:
Router
Im Router-Modus baut der Router die Mobilfunkverbindung selbst auf und erhält auf seiner WWAN-Verbindung eine IP-Adresse mit der ein dahinterliegendes Netzwerk mittels Network Address Translation (NAT) Zugriff zum Internet erhält.
Bridge
Im Bridge-Modus agiert der Router als einfache Netzwerk-Bridge und leitet alle IP-Pakete vom Mobilfunknetz an genau ein nachgeschaltetes Gerät weiter. Die genaue Bridge-Konfiguration erfolgt in der LAN-Bridge.
LAN Peer MAC
MAC-Adresse des Geräts bzw. Clients im LAN, dass die IP-Adresse direkt vom Mobilfunknetz erhalten soll. Ist die MAC-Adresse 0, dann wird die aus empfangenen Paketen gelernte MAC-Adresse automatisch verwendet.
Bridge MAC
MAC-Adresse, die als Absenderadresse verwendet wird. Ist die MAC-Adresse 0, dann wird eine aus der MAC-Adresse des Geräts automatisch abgeleitete "locally administered" Adresse verwendet.
Mobilfunk-Profil
Definiert das zu verwendende WWAN-Profil.
Ethernet-Port
Definiert den Ethernet-Port, z. B. ETH-1, auf dem das Gerät im WWAN-Bridge-Mode durch ein kurzzeitiges ETH-Port-Up / Down-Down signalisiert, dass die WWAN-Verbindung unterbrochen bzw. neu aufgebaut wurde. Im Bridge Mode agiert der WWAN-Router lediglich als Modem und leitet die Mobilfunkverbindung (WWAN) transparent an den nachgeschalteten Router weiter. Der nachgeschaltete Router übernimmt dann die gesamte Routing-Funktionalität (NAT, DHCP, Firewall, etc.). Dabei ist der WWAN-Router nicht für die Adressvergabe oder das Routing verantwortlich. Wenn die WWAN-Verbindung abbricht oder neu aufbaut, während der Router im Bridge Mode arbeitet, kann es zu folgenden Problemen kommen: Der nachgeschaltete Router kann fälschlicherweise glauben, dass die WWAN-Verbindung noch aktiv ist und somit falsche Statusinformationen anzeigen sowie versuchen Daten über diese Verbindung zu senden. Bei WWAN-Verbindungen mit dynamischer IP-Adresse verwendet der Router im Fehlerzustand die alte, nicht mehr gültige IP-Adresse. Um diese Probleme zu vermeiden, muss der WWAN-Bridge-Router bei einem Verbindungsabbruch ein "Ethernet Port Down / Port Up""-Signal an den Ethernet-Port senden, der mit dem nachgeschalteten Router verbunden ist. Der WWAN-Router schaltet beim Zustandswechsel des Mobilfunkmodems (Abbau und Aufbau der Mobilfunkverbindung) den Ethernet-Port für wenige Sekunden physisch ab. Dieser Mechanismus informiert den nachgeschalteten Router zuverlässig, dass die Verbindung unterbrochen ist, sodass dieser die Standardroute löscht, den DHCP-Client neu startet bzw. die alte IP-Adresse als nicht mehr gültig markiert sowie dem Benutzer den Ausfall der Mobilfunkverbindung signalisiert. Das WWAN-Bridge-Gerät muss im Idealfall direkt per Ethernet-Kabel mit dem nachgeschalteten Router verbunden werden, so dass der nachgeschalte Router den Zustandswechsel zuverlässig erkennt. Falls diese Installationsweise nicht möglich ist, sollte der nachgeschaltete Router ein IP-Polling zur aktiven Überwachung der logischen Internetverbindung durchführen.

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