Backup-Ketten

Durch den Einsatz von Zweitprioritäten lassen sich flexible Backup-Ketten aufbauen. Dabei übernimmt jeder physikalische Router nicht nur eine feste Position in der Kette, sondern für jedes seiner physikalischen WAN-Interfaces eine individuelle Position:

Im Normalbetrieb läuft der Datenverkehr über das Glasfaser-Interface des ersten Routers. Fällt dieser Router oder sein Glasfaser-Interface aus, versucht der zweite Router – aufgrund der nächsthöheren Haupt-Priorität – die Verbindung über sein DSL-Interface aufzubauen. Schlägt auch dieser Verbindungsversuch fehl, propagieren beide Router ihre Backup-Prioritäten. Da der zweite Router über eine höhere Backup-Priorität verfügt, baut er nun die Verbindung über sein 5G-Interface auf. Erst wenn auch diese Verbindung nicht gelingt, übernimmt schließlich das 4G-Interface des ersten Routers (mit der niedrigeren Backup-Priorität).

Automatischer Wiederaufbau nur bei Keep-Alive-Verbindungen

Eine über Backup abgesicherte Standardverbindung wird nach einem Backup-Fall nur dann automatisch wiederhergestellt, wenn ihre Haltezeit entsprechend konfiguriert wurde:

Es wird empfohlen, sowohl die Verbindung zum Internet-Provider (in der entsprechenden Namensliste) als auch backup-gesicherte VPN-Verbindungen (in der VPN-Verbindungsliste) mit einer Haltezeit von 9999 zu konfigurieren. So wird die Verbindung nach einer Störung automatisch wieder aufgebaut und der reguläre Betrieb nahtlos fortgesetzt.

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